Lieber Besucher unserer Homepage,

sehr gerne beschreibe ich ein wenig unsere Tätigkeit hier auf unserem Gnadenhof.

Im Jahr 2000 haben wir, nachdem wir schon viele Jahre lang ehrenamtlich im Tierschutz tätig waren, unseren Verein „Hoffnung für Tiere“ gegründet.

Nach langer Suche hatten wir das ideale Areal für die Entstehung unseres Hofes gefunden. Es musste sehr viel renoviert werden, und auch Hundezwinger sowie Unterbringungen für Katzen und andere Tiere haben wir gebaut. Die Arbeiten dauerten knapp ein Jahr, dann konnten wir mit unseren Tieren einziehen.

Im Lauf der ersten Jahre haben wir viele unerwünschte Tiere aufgenommen. Auch Hundemütter mit Welpen, und so hatten wir bald mehr als 70 Hunde, 90 Katzen, 25 Häschen sowie einige Vögel und Kleinnager. Viele Tiere konnten wir an nette Familien vermitteln, und so war bei uns meistens nur eine „Zwischenstation“, bis gute Plätze gefunden waren.

Inzwischen lebten bei uns aber auch Tiere, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr vermittelbar waren. Tiere, oft schwer misshandelt, alt, krank, Hunde, die böse gebissen hatten, wurden bei uns abgegeben. Katzen, die unsauber waren, chronisch kranke, die immer Medikamente brauchten, kamen zu uns. Tiere, bei denen Operationen nötig waren, um wieder gesund zu werden, haben wir viele aufgenommen. Manche Tierbesitzer wollten ein krankes Tier einschläfern lassen, doch viele konnten wir vor dem Tod retten, denn immer wieder kamen Anrufe von Tierkliniken und Tierärzten, die uns kannten und wussten, dass wir in solchen Fällen gerne helfen und so auch viele Leben retteten.

Manchmal bedeutete es auch lange, intensive Arbeit und viel Geduld, um das Vertrauen eines Hundes, der auch uns aufs Schärfste attackierte, zu gewinnen und ihm zu zeigen, dass er hier nichts mehr zu befürchten hatte, was ein anderer Mensch zuvor verschuldet hatte.

Nachdem alle vermittelbaren Tiere auf guten Plätzen untergebracht waren, haben wir beschlossen, nur mehr Tiere aufzunehmen, die keine Chance auf ein neues Zuhause hatten, sie sollten hier auf unserem Gnadenhof den Rest ihres Lebens gut behütet verbringen können.

Seit einigen Jahren vermitteln wir keine Tiere mehr, auf unserem Gnadenhof leben derzeit 35 Hunde, 50 Katzen, 2 Häschen, einige Vögel und viele Kleinnager. Sie leben zufrieden und in Ruhe, es gefällt ihnen, die Hunde haben nacheinander täglich Freilauf auf dem ganzen Hof und können sich austoben. Die Katzen haben ein großes Katzenhaus, von wo aus sie jederzeit in einen gut gesicherten, riesigen Freilauf können, um in der Sonne zu liegen oder miteinander zu spielen und Unsinn zu treiben.

Unsere Arbeit ist schwer und geht 7 Tage die Woche durch, keine Wochenenden, Feiertage, Urlaub, keine Zeit für uns selbst, aber wir lieben unsere Arbeit und sind Tag und Nacht für Tiere in Not da. Jeden Tag werden die Hundezwinger geputzt, während die Hunde auf dem Hof ihren Spaß haben. Frisches Wasser und Futter wird bereitgestellt, die Holzwolle in den Hundehütten zum Liegen wird gerichtet. Wenn die Hunde wieder in ihren Zwinger kommen, gibt’s dann auch täglich Leckerlis.

Mittags und abends werden auf dem ganzen Hof die Hundehaufen entfernt.

Auch bei den Katzen muss immer alles sauber sein, die zahlreichen Kisterl werden geputzt, Bettchen geordnet, schmutzige Decken werden ausgewechselt, der Boden wird gereinigt. Futter, Wasser und Leckerlis bekommen sie natürlich auch. Der Freilauf muss auch immer wieder geputzt werden, die „Geschäftchen“ müssen entfernt werden. Die Waschmaschine läuft von morgens bis abends, denn viele Katzen benutzen die Decken und Bettchen als Toilette.

Bei den Häschen, die einen großen Stallraum mit Schlafplätzen und einen Freilauf haben, muss auch jeden zweiten Tag alles raus, und frisch gemacht werden.

Die Vögel und Kleinnagerkäfige müssen täglich geputzt und alles frisch gemacht werden, auch ganz schön viel Arbeit.

Wir lieben unsere Schützlinge wirklich sehr, aber wenn wir dann abends alle versorgt haben, ist es auch schön, in Ruhe zu essen und dann wartet schon das Bettchen auf uns. Ein wenig Ablenkung im Internet, und dann ausruhen für den nächsten Tag. Man weiß morgens nie, was der Tag bringt!

Wir sind ein privater Familienbetrieb ohne kommerzielle Ziele, bekommen keinerlei Unterstützung aus öffentlicher Hand und sind auf Spenden von tierlieben Menschen angewiesen. Der einzige Zweck unseres Gnadenhofes ist die Versorgung von verstoßenen Tieren, die sonst keine Chance auf ein Überleben haben. Es ist sehr schwer, immer für alles, was unsere Tiere brauchen, aufzukommen und wir freuen uns über jede noch so kleine Unterstützung!

Wir begleiten jeden unserer Schützlinge bis zum letzten Atemzug, sie gehen in Frieden über die Regenbogenbrücke, wenn ihre Zeit gekommen ist. Sie schlafen hier, in ihrem letzten Zuhause, in unseren Armen für immer ein. Unser Tierarzt kommt zu uns, und das ist für die Tiere viel leichter, sie sind in ihrer gewohnten Umgebung.

Es ist sehr schwer für uns, dieser letzte Weg, aber wir können sicher sein, dass jedes Tier bei uns ein schönes Leben hatte, und hoffentlich ein manchmal schreckliches vorheriges Schicksal vergessen konnte.

Marianne Friesenegger

 Das Team

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